Ultraschalluntersuchung bei Handschmerz

Hand- und Ellenbogenschmerzen – Ursachen erkennen und gezielt behandeln

Schmerzen an Ellenbogen, Unterarm, Handgelenk oder Hand können Alltag, Beruf und Sport erheblich beeinträchtigen. Die Ursachen reichen von Überlastungen der Sehnen und Muskeln über Gelenkverschleiß und Verletzungen bis zu Reizungen oder Einengungen von Nerven.

Entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung ist deshalb zunächst eine möglichst genaue Diagnose.

In unserem MVZ für Orthopädie Flugfeld verbinden wir eine differenzierte orthopädische Diagnostik mit modernen konservativen, funktionellen und regenerativen Therapieverfahren. Unser Ziel ist es, Schmerzen zu lindern, Beweglichkeit und Kraft zu verbessern und die betroffenen Strukturen möglichst gezielt zu behandeln.

Woher können Ellenbogen- und Handschmerzen kommen?

Die Lokalisation der Beschwerden gibt häufig bereits erste Hinweise auf ihre Ursache.

Schmerzen an der Außenseite des Ellenbogens treten häufig bei einer Reizung der Sehnenansätze auf – dem sogenannten Tennisellenbogen.

Schmerzen an der Innenseite des Ellenbogens können beispielsweise bei einem Golferellenbogen entstehen.

Kribbeln oder Taubheitsgefühle in Hand und Fingern können auf eine Reizung oder Einengung von Nerven hinweisen.

Schmerzen an Handgelenk oder Fingergelenken können unter anderem durch Überlastungen, Verletzungen oder Arthrose verursacht werden.

Eine genaue Untersuchung ist deshalb wichtig, bevor eine gezielte Therapie begonnen wird.

Häufige Ursachen von Ellenbogenschmerzen

Zu den möglichen Ursachen gehören unter anderem:

  • Tennisellenbogen
  • Golferellenbogen
  • Sehnenreizungen und Sehnenverletzungen
  • Überlastungen durch Sport oder Beruf
  • Arthrose des Ellenbogengelenks
  • Knorpelschäden
  • freie Gelenkkörper
  • Instabilitäten nach Verletzungen
  • Schleimbeutelreizungen
  • Reizungen oder Einengungen des Ulnarisnervs
  • muskuläre und fasziale Beschwerden

Gerade chronische Sehnenansatzbeschwerden können über Monate bestehen und benötigen häufig ein strukturiertes Behandlungskonzept.

Häufige Ursachen von Hand- und Handgelenkschmerzen

Zu den möglichen Ursachen gehören unter anderem:

  • Arthrose der Finger- und Handgelenke
  • Daumensattelgelenksarthrose (Rhizarthrose)
  • Sehnen- und Sehnenscheidenreizungen
  • Überlastungen und Sportverletzungen
  • Bandverletzungen des Handgelenks
  • TFCC-Verletzungen
  • Ganglien
  • Karpaltunnelsyndrom
  • andere Nervenkompressionssyndrome
  • entzündliche oder rheumatische Gelenkerkrankungen
  • Folgen früherer Verletzungen oder Frakturen

Nicht jeder Schmerz an Hand oder Ellenbogen entsteht unmittelbar dort. Beschwerden können auch von Nerven oder der Halswirbelsäule ausgehen und in Arm oder Hand ausstrahlen.

Diagnostik – zuerst die Ursache klären

Am Anfang steht die persönliche orthopädische Untersuchung. Dabei beurteilen wir Gelenkbeweglichkeit, Stabilität, Sehnen, Muskulatur und schmerzhafte Strukturen.

Bei Kribbeln, Taubheitsgefühl oder Kraftverlust überprüfen wir zusätzlich mögliche neurologische Ursachen.

Je nach Befund ergänzen wir die Diagnostik durch:

  • hochauflösende Ultraschalldiagnostik
  • digitales Röntgen
  • MRT
  • bei speziellen Fragestellungen CT
  • gegebenenfalls weiterführende neurologische Diagnostik

Gerade die Ultraschalluntersuchung ermöglicht an Ellenbogen und Hand eine präzise und dynamische Beurteilung vieler oberflächlich gelegener Sehnen und Weichteilstrukturen.

Eine präzise Diagnose ist für uns die Grundlage jeder weiteren Therapieentscheidung.

Wie behandeln wir Hand- und Ellenbogenschmerzen?

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Beschwerden, dem klinischen Befund und dem individuellen Therapieziel.

Je nach Diagnose können unterschiedliche konservative, funktionelle und regenerative Verfahren sinnvoll sein.

Funktion verbessern und Überlastungen reduzieren

Bei funktionellen Beschwerden oder Überlastung können beispielsweise Physiotherapie, gezieltes Training, Osteopathie, myofasziale Therapie, Tape- oder Orthesenversorgung sowie eine Anpassung ungünstiger Belastungen sinnvoll sein.

Gerade bei sport- oder berufsbedingten Beschwerden ist es wichtig, auslösende Belastungsmuster zu erkennen und nach Möglichkeit zu optimieren.

Tennis- und Golferellenbogen behandeln

Bei chronischen Sehnenansatzbeschwerden am Ellenbogen kann die fokussierte Stoßwellentherapie eine wichtige konservative Behandlungsmöglichkeit darstellen.

Abhängig vom Befund können zusätzlich EMTT, funktionelle Therapie oder regenerative Injektionsverfahren eingesetzt werden.

Ziel ist es, nicht nur Schmerzen zu reduzieren, sondern die Regeneration der chronisch gereizten Sehnenstruktur zu unterstützen.

Regenerative Behandlung von Sehnen und Gelenken

Bei ausgewählten Sehnenverletzungen, chronischen Sehnenbeschwerden oder degenerativen Gelenkveränderungen können regenerative Injektionsverfahren infrage kommen.

Hierzu zählen beispielsweise:

  • PRP (plättchenreiches Plasma)
  • Hyaluronsäure bei ausgewählten Gelenkveränderungen
  • PRP-Hyaluron-Kombinationen
  • ATS-Fibrinmatrix bei ausgewählten Sehnenverletzungen

Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt von der betroffenen Struktur und dem Ausmaß der Veränderung ab.

Nicht jede Therapie eignet sich für jeden Patienten. Entscheidend ist deshalb nicht eine einzelne Methode, sondern ein individuell auf Diagnose und Therapieziel abgestimmtes Behandlungskonzept.

Arthrose an Hand und Fingern

Arthrose kann nicht nur große Gelenke wie Knie oder Hüfte betreffen. Auch Daumensattelgelenk, Handgelenk und Fingergelenke können schmerzhafte degenerative Veränderungen entwickeln.

Typische Beschwerden sind Schmerzen bei Belastung und Greifbewegungen, zunehmende Bewegungseinschränkungen und teilweise Veränderungen der Gelenkform.

Je nach Stadium können konservative Maßnahmen, Orthesen, funktionelle Behandlung und ausgewählte Injektionsverfahren dazu beitragen, Beschwerden zu reduzieren und die Funktion möglichst lange zu erhalten.

Kribbeln und Taubheitsgefühle – können Nerven die Ursache sein?

Ja. Kribbeln, Taubheitsgefühle oder Kraftverlust können auf eine Reizung oder Einengung eines Nervs hinweisen.

Typische Beispiele sind das Karpaltunnelsyndrom an der Hand oder eine Reizung des Ulnarisnervs am Ellenbogen.

Auch Veränderungen der Halswirbelsäule können Beschwerden bis in Unterarm, Hand und Finger verursachen.

Bei entsprechenden Symptomen ist deshalb eine gezielte neurologische Beurteilung wichtig. Bei Bedarf veranlassen wir eine weiterführende neurologische Diagnostik.

Muss bei Hand- oder Ellenbogenschmerzen immer operiert werden?

Nein. Viele Überlastungsbeschwerden, Sehnenreizungen und degenerative Veränderungen können zunächst konservativ behandelt werden.

Bei ausgeprägten Band- oder Sehnenverletzungen, relevanten Nervenkompressionen, instabilen Verletzungen oder fortgeschrittenen strukturellen Schäden kann eine operative Behandlung dagegen sinnvoll oder notwendig sein.

Unser Ziel ist nicht, eine Operation grundsätzlich zu vermeiden, sondern die konservativen Möglichkeiten sinnvoll auszuschöpfen und zum richtigen Zeitpunkt die richtige Therapie zu empfehlen.

Unser Ansatz bei Hand- und Ellenbogenschmerzen

Diagnose vor Therapie. Funktion erhalten. Strukturen gezielt behandeln.

Wir verbinden moderne Diagnostik, funktionelle Behandlung und regenerative Orthopädie zu einem individuellen Behandlungskonzept.

Dabei steht nicht eine bestimmte Methode im Mittelpunkt, sondern die Frage, welche Behandlung für Ihre Beschwerden und Ihren Befund sinnvoll ist.

Sie haben Hand- oder Ellenbogenschmerzen?

Gerne untersuchen wir die Ursache Ihrer Beschwerden und besprechen mit Ihnen, welche konservativen oder regenerativen Behandlungsmöglichkeiten in Ihrem individuellen Fall sinnvoll sind.

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