
Planung vor MRT navigierter Injektion bei Hüftschmerz
Hüftschmerzen – Ursachen erkennen und gezielt behandeln
Hüftschmerzen können sehr unterschiedliche Ursachen haben. Nicht immer liegt das Problem unmittelbar im Hüftgelenk. Auch Sehnen, Schleimbeutel, Muskeln und Faszien sowie Beschwerden der Lendenwirbelsäule oder des Iliosakralgelenks können Schmerzen im Bereich der Hüfte und Leiste verursachen.
Entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung ist deshalb zunächst eine möglichst genaue Diagnose.
In unserem MVZ für Orthopädie Flugfeld verbinden wir eine differenzierte orthopädische Diagnostik mit modernen konservativen und regenerativen Therapieverfahren. Unser Ziel ist es, Schmerzen zu lindern, Beweglichkeit und Belastbarkeit zu verbessern und – wenn medizinisch sinnvoll – das eigene Hüftgelenk möglichst lange zu erhalten.
Woher können Hüftschmerzen kommen?
Die Lage der Schmerzen kann bereits Hinweise auf ihre Ursache geben.
Schmerzen in der Leiste können beispielsweise vom Hüftgelenk selbst ausgehen.
Seitliche Hüftschmerzen entstehen häufig im Bereich von Sehnenansätzen, Muskeln oder Schleimbeuteln.
Schmerzen im Gesäß oder an der hinteren Hüfte können dagegen auch von der Lendenwirbelsäule, dem Iliosakralgelenk oder muskulär-faszialen Strukturen ausgehen.
Eine genaue Untersuchung ist deshalb wichtig, bevor eine gezielte Therapie begonnen wird.
Häufige Ursachen von Hüftschmerzen
Zu den möglichen Ursachen gehören unter anderem:
- Arthrose des Hüftgelenks
- Knorpelschäden
- Hüftimpingement (FAI)
- angeborene oder erworbene Fehlstellungen des Hüftgelenks, beispielsweise Hüftdysplasie
- Labrumverletzungen der Hüftpfanne
- Reizungen und Verletzungen von Sehnen und Sehnenansätzen
- seitliches Hüftschmerzsyndrom mit Reizung von Sehnen und Schleimbeuteln
- muskuläre und fasziale Dysbalancen
- Überlastungen durch Sport oder Fehlbelastung
- Beschwerden des Iliosakralgelenks
- Erkrankungen der Lendenwirbelsäule mit Ausstrahlung in Hüfte oder Leiste
- Nervenreizungen
- Stressreaktionen, Knochenödeme oder Stressfrakturen
- Durchblutungsstörungen des Hüftkopfes, beispielsweise eine Femurkopfnekrose
Auch Erkrankungen außerhalb des Bewegungsapparates können Beschwerden in der Leistenregion verursachen. Bei entsprechenden Hinweisen ist deshalb eine weiterführende fachärztliche Abklärung sinnvoll.
Diagnostik – zuerst die Ursache klären
Am Anfang steht die persönliche orthopädische Untersuchung. Dabei beurteilen wir nicht nur das Hüftgelenk selbst, sondern bei Bedarf auch Wirbelsäule, Iliosakralgelenk, Becken, Muskulatur, Sehnen und funktionelle Zusammenhänge.
Je nach Befund ergänzen wir die Untersuchung durch:
- Ultraschalldiagnostik
- digitales Röntgen
- MRT
- bei speziellen Fragestellungen CT
- funktionelle Diagnostik und Statikvermessung
Eine präzise Diagnose ist für uns die Grundlage jeder weiteren Therapieentscheidung.
Wie behandeln wir Hüftschmerzen?
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Beschwerden, dem klinischen Befund, dem Ausmaß möglicher struktureller Veränderungen und Ihrem persönlichen Therapieziel.
Je nach Diagnose können unterschiedliche konservative und regenerative Verfahren sinnvoll sein.
Funktion verbessern und Fehlbelastungen reduzieren
Bei muskulären oder funktionellen Ursachen können beispielsweise Physiotherapie, gezieltes Kraft- und Stabilitätstraining, Osteopathie, myofasziale Therapie, Manualtherapie sowie eine Verbesserung von Haltung und Bewegungsabläufen sinnvoll sein.
Sehnen- und Weichteilbeschwerden behandeln
Bei Reizungen von Sehnen, Sehnenansätzen und umgebenden Weichteilen kommen abhängig vom Befund unter anderem Stoßwellentherapie, EMTT, physikalische Maßnahmen sowie regenerative Injektionsverfahren infrage.
Regenerative Behandlung des Hüftgelenks
Bei Hüftarthrose und ausgewählten Knorpelveränderungen können – abhängig vom individuellen Befund – moderne regenerative Verfahren eingesetzt werden.
Hierzu zählen beispielsweise:
- Hyaluronsäure
- PRP (plättchenreiches Plasma)
- PRP-Hyaluron-Kombinationen
- Arthrosamid®
- AMT – autologe Mikrotransplantation
Bei ausgewählten Verletzungen von Sehnen oder anderen Weichteilstrukturen kann darüber hinaus eine Behandlung mit ATS-Fibrinmatrix infrage kommen.
Nicht jede Therapie eignet sich für jeden Patienten. Entscheidend ist deshalb nicht eine einzelne Methode, sondern ein individuell auf Diagnose und Therapieziel abgestimmtes Behandlungskonzept.
Präzise Injektionen an der Hüfte
Das Hüftgelenk liegt vergleichsweise tief und ist von wichtigen anatomischen Strukturen umgeben. Eine bildgesteuerte Injektion ermöglicht deshalb eine besonders gezielte Platzierung.
Je nach Fragestellung führen wir Injektionen unter Ultraschallkontrolle oder – bei ausgewählten Indikationen – MRT-gestützt durch.
Gerade bei tief gelegenen oder schwer erreichbaren Zielstrukturen bietet die MRT-Navigation die Möglichkeit einer präzisen Darstellung und Behandlung.
Muss eine Hüftarthrose immer operiert werden?
Nein. Nicht jede Hüftarthrose bedeutet automatisch, dass unmittelbar ein künstliches Hüftgelenk erforderlich ist.
Insbesondere bei leichteren und mittleren Veränderungen können konservative und regenerative Maßnahmen dazu beitragen, Beschwerden zu reduzieren, Beweglichkeit zu erhalten und die Funktion des Gelenks zu verbessern.
Bei fortgeschrittener Arthrose mit erheblichen Schmerzen und deutlicher Einschränkung der Lebensqualität kann ein Gelenkersatz dagegen die medizinisch sinnvollste Behandlung sein.
Unser Ziel ist deshalb nicht, eine Operation grundsätzlich zu vermeiden, sondern die vorhandenen konservativen Möglichkeiten sinnvoll auszuschöpfen und zum richtigen Zeitpunkt die richtige Therapie zu empfehlen.
Unser Ansatz bei Hüftschmerzen
Diagnose vor Therapie. Gelenkerhalt, wenn medizinisch sinnvoll. Operation, wenn notwendig.
Wir verbinden moderne Bildgebung, funktionelle Diagnostik und regenerative Orthopädie zu einem individuellen Behandlungskonzept.
Dabei steht nicht eine bestimmte Methode im Mittelpunkt, sondern die Frage, welche Behandlung für Ihre Beschwerden und Ihren Befund sinnvoll ist.
Sie haben Hüftschmerzen?
Gerne untersuchen wir die Ursache Ihrer Beschwerden und besprechen mit Ihnen, welche konservativen oder regenerativen Behandlungsmöglichkeiten in Ihrem individuellen Fall sinnvoll sind.
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