Axomeratherapie bei Schulterschmerz

Schulterschmerzen – Ursachen erkennen und gezielt behandeln

Schulterschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden des Bewegungsapparates. Sie können plötzlich nach einer Verletzung auftreten oder sich über Wochen und Monate entwickeln.

Die Ursache liegt dabei nicht immer ausschließlich im Schultergelenk. Auch Sehnen, Schleimbeutel, Muskeln und Faszien sowie die Halswirbelsäule können Schmerzen verursachen, die bis in Oberarm, Ellenbogen oder Hand ausstrahlen.

Entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung ist deshalb zunächst eine möglichst genaue Diagnose.

In unserem MVZ für Orthopädie Flugfeld verbinden wir eine differenzierte orthopädische Diagnostik mit modernen konservativen, funktionellen und regenerativen Therapieverfahren. Unser Ziel ist es, Schmerzen zu lindern, Beweglichkeit und Kraft wiederherzustellen und – wenn medizinisch sinnvoll – eine Operation zu vermeiden.

Woher können Schulterschmerzen kommen?

Die Art und Lokalisation der Beschwerden geben häufig bereits erste Hinweise auf die Ursache.

Schmerzen beim seitlichen Anheben des Armes können beispielsweise bei Reizungen oder Verletzungen der Rotatorenmanschette, einer Kalkschulter oder einer Enge unter dem Schulterdach auftreten.

Schmerzen an der Vorderseite der Schulter können unter anderem von der langen Bizepssehne ausgehen.

Schmerzen auf der Schulter können durch Veränderungen des Schultereckgelenks verursacht werden.

Ausstrahlende Schmerzen in Arm oder Hand, insbesondere in Verbindung mit Kribbeln, Taubheitsgefühl oder Kraftverlust, können dagegen auch von der Halswirbelsäule oder gereizten Nerven ausgehen.

Eine genaue Untersuchung ist deshalb wichtig, bevor eine gezielte Therapie begonnen wird.

Häufige Ursachen von Schulterschmerzen

Zu den möglichen Ursachen gehören unter anderem:

  • Reizungen und Verletzungen der Rotatorenmanschette
  • Sehnenentzündungen und Sehnenverschleiß
  • Kalkschulter (Tendinosis calcarea)
  • Impingement-Syndrom mit Enge unter dem Schulterdach
  • Schleimbeutelreizungen
  • Reizungen oder Verletzungen der langen Bizepssehne
  • Arthrose des Schultereckgelenks
  • Arthrose des Schultergelenks
  • Knorpelschäden
  • Verletzungen des Labrums und Bizepsankers, beispielsweise SLAP-Läsionen
  • Schulterinstabilität nach Luxation oder Verletzung
  • Schultersteife (Frozen Shoulder)
  • muskuläre und fasziale Dysbalancen
  • Fehlhaltungen und Überlastungen bei Sport oder Beruf
  • Erkrankungen der Halswirbelsäule mit Ausstrahlung in Schulter und Arm

Gerade bei länger bestehenden Beschwerden können mehrere Ursachen gleichzeitig beteiligt sein.

Diagnostik – zuerst die Ursache klären

Am Anfang steht die persönliche orthopädische Untersuchung. Dabei beurteilen wir Beweglichkeit, Kraft und Stabilität der Schulter sowie Rotatorenmanschette, Bizepssehne, Schultereckgelenk und angrenzende muskuläre Strukturen.

Bei Bedarf beziehen wir auch Hals- und Brustwirbelsäule sowie mögliche neurologische Ursachen in die Untersuchung ein.

Je nach Befund ergänzen wir die Diagnostik durch:

  • hochauflösende Ultraschalldiagnostik
  • digitales Röntgen
  • MRT
  • bei speziellen Fragestellungen CT

Gerade an der Schulter ermöglicht die Ultraschalluntersuchung eine dynamische Beurteilung von Sehnen und anderen Weichteilstrukturen während der Bewegung.

Eine präzise Diagnose ist für uns die Grundlage jeder weiteren Therapieentscheidung.

Wie behandeln wir Schulterschmerzen?

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Beschwerden, dem klinischen Befund, dem Ausmaß möglicher struktureller Veränderungen und Ihrem persönlichen Therapieziel.

Je nach Diagnose können unterschiedliche konservative, funktionelle und regenerative Verfahren sinnvoll sein.

Beweglichkeit und Funktion verbessern

Bei Fehlhaltungen, muskulären Dysbalancen und funktionellen Beschwerden können beispielsweise Physiotherapie, gezieltes Kraft- und Stabilitätstraining, Osteopathie, Manualtherapie und myofasziale Therapie sinnvoll sein.

Ziel ist es, Beweglichkeit und Schulterfunktion zu verbessern und ungünstige Belastungsmuster zu reduzieren.

Sehnenbeschwerden und Kalkschulter behandeln

Bei chronischen Sehnenreizungen und insbesondere bei einer Kalkschulter kann die fokussierte Stoßwellentherapie eine wichtige nichtoperative Behandlungsmöglichkeit darstellen.

Je nach Befund kann sie mit weiteren Verfahren wie EMTT, funktioneller Therapie oder regenerativen Injektionen kombiniert werden.

Regenerative Behandlung der Schulter

Bei ausgewählten Sehnen-, Knorpel- und Gelenkveränderungen können regenerative Injektionsverfahren eingesetzt werden.

Hierzu zählen beispielsweise:

  • PRP (plättchenreiches Plasma)
  • Hyaluronsäure bei ausgewählten Gelenkveränderungen
  • PRP-Hyaluron-Kombinationen
  • ATS-Fibrinmatrix bei ausgewählten Sehnenverletzungen

Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt wesentlich von der betroffenen Struktur und dem Ausmaß der Veränderung ab.

Nicht jede Therapie eignet sich für jeden Patienten. Entscheidend ist deshalb nicht eine einzelne Methode, sondern ein individuell auf Diagnose und Therapieziel abgestimmtes Behandlungskonzept.

Präzise Injektionen unter Bildkontrolle

Injektionen an Schultergelenk, Schleimbeutel, Sehnen oder andere Zielstrukturen können bei entsprechender Indikation gezielt unter Ultraschallkontrolle durchgeführt werden.

Die bildgestützte Behandlung ermöglicht eine präzise Platzierung an der gewünschten anatomischen Struktur.

Bei speziellen Fragestellungen können darüber hinaus MRT-gestützte Verfahren eingesetzt werden.

Muss bei Schulterschmerzen immer operiert werden?

Nein. Viele Schultererkrankungen lassen sich zunächst konservativ behandeln.

Das gilt beispielsweise für zahlreiche Sehnenreizungen, Kalkschulter, Impingement-Beschwerden, funktionelle Störungen und bestimmte degenerative Veränderungen.

Auch bei kleineren oder partiellen Sehnenverletzungen kann abhängig von Befund, Funktion, Alter und individuellem Anspruch zunächst ein konservativer Behandlungsversuch sinnvoll sein.

Bei größeren traumatischen Sehnenrupturen, ausgeprägter Instabilität oder fortgeschrittenen strukturellen Schäden kann dagegen eine operative Behandlung medizinisch sinnvoll oder notwendig sein.

Unser Ziel ist nicht, eine Operation grundsätzlich zu vermeiden, sondern die konservativen Möglichkeiten sinnvoll auszuschöpfen und zum richtigen Zeitpunkt die richtige Therapie zu empfehlen.

Unser Ansatz bei Schulterschmerzen

Diagnose vor Therapie. Funktion wiederherstellen. Strukturen erhalten, wenn medizinisch sinnvoll.

Wir verbinden moderne Bildgebung, funktionelle Therapie und regenerative Orthopädie zu einem individuellen Behandlungskonzept.

Dabei steht nicht eine bestimmte Methode im Mittelpunkt, sondern die Frage, welche Behandlung für Ihre Beschwerden und Ihren Befund sinnvoll ist.

Sie haben Schulterschmerzen?

Gerne untersuchen wir die Ursache Ihrer Beschwerden und besprechen mit Ihnen, welche konservativen oder regenerativen Behandlungsmöglichkeiten in Ihrem individuellen Fall sinnvoll sind.

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