
Sprunggelenkschmerzen
Sprunggelenkschmerzen – Ursachen erkennen und gezielt behandeln
Schmerzen am Sprunggelenk können nach einer akuten Verletzung entstehen oder sich über längere Zeit entwickeln. Häufige Ursachen sind Bandverletzungen, Instabilitäten, Knorpelschäden, Arthrose, Sehnenprobleme oder Fehlbelastungen.
Entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung ist deshalb zunächst eine möglichst genaue Diagnose.
In unserem MVZ für Orthopädie Flugfeld verbinden wir eine differenzierte orthopädische Diagnostik mit modernen konservativen, funktionellen und regenerativen Therapieverfahren. Unser Ziel ist es, Schmerzen zu lindern, Stabilität und Belastbarkeit wiederherzustellen und – wenn medizinisch sinnvoll – das eigene Gelenk möglichst lange zu erhalten.
Woher können Sprunggelenkschmerzen kommen?
Die Entstehung und Lokalisation der Beschwerden geben häufig bereits erste Hinweise auf die Ursache.
Schmerzen nach dem Umknicken können beispielsweise durch Verletzungen der Außen- oder Innenbänder, Knochenverletzungen oder Knorpelschäden verursacht werden.
Wiederholtes Umknicken oder ein Unsicherheitsgefühl können auf eine chronische Instabilität des Sprunggelenks hinweisen.
Belastungs- und Anlaufschmerzen können unter anderem bei Knorpelschäden oder Arthrose auftreten.
Schmerzen hinter oder unter dem Außen- beziehungsweise Innenknöchel können von Sehnen und ihren Sehnenscheiden ausgehen.
Eine genaue Untersuchung ist deshalb wichtig, bevor eine gezielte Therapie begonnen wird.
Häufige Ursachen von Sprunggelenkschmerzen
Zu den möglichen Ursachen gehören unter anderem:
- Außen- und Innenbandverletzungen
- chronische Bandinstabilität
- Knorpelschäden
- Arthrose des oberen oder unteren Sprunggelenks
- osteochondrale Läsionen
- Knochenödeme und Stressreaktionen
- freie Gelenkkörper
- Impingement-Syndrome des Sprunggelenks
- Sehnenreizungen und Sehnenverletzungen
- Verletzungen der Peronealsehnen
- Beschwerden der Tibialis-posterior-Sehne
- Fehlstellungen von Fuß und Rückfuß
- Überlastungen durch Sport
- Folgen früherer Verletzungen oder Frakturen
- entzündliche oder rheumatische Gelenkerkrankungen
Gerade nach wiederholten Verletzungen können mehrere Veränderungen gleichzeitig bestehen.
Diagnostik – zuerst die Ursache klären
Am Anfang steht die persönliche orthopädische Untersuchung. Dabei beurteilen wir Beweglichkeit, Stabilität, Bänder und Sehnen sowie Fußstellung und funktionelle Belastung.
Je nach Befund ergänzen wir die Untersuchung durch:
- hochauflösende Ultraschalldiagnostik
- digitales Röntgen
- MRT
- bei speziellen Fragestellungen CT
- dynamische Fußdruckmessung
- funktionelle Statik- und Bewegungsanalyse
Gerade nach einer vermeintlich einfachen Umknickverletzung können neben den Bändern auch Knorpel, Knochen oder Sehnen betroffen sein.
Eine präzise Diagnose ist für uns die Grundlage jeder weiteren Therapieentscheidung.
Wie behandeln wir Sprunggelenkschmerzen?
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Beschwerden, dem Ausmaß der strukturellen Veränderungen, der Stabilität des Gelenks und dem individuellen Therapieziel.
Je nach Diagnose können unterschiedliche konservative, funktionelle und regenerative Verfahren sinnvoll sein.
Stabilität und Funktion wiederherstellen
Nach Bandverletzungen oder bei funktioneller Instabilität stehen zunächst die Wiederherstellung von Stabilität, Beweglichkeit und neuromuskulärer Kontrolle im Mittelpunkt.
Je nach Befund können beispielsweise eingesetzt werden:
- Physiotherapie
- Koordinations- und Stabilitätstraining
- funktionelles Muskeltraining
- Tape- oder Orthesenversorgung
- Einlagenversorgung bei relevanten Fehlstellungen
- funktionelle und myofasziale Therapie
Ziel ist nicht nur die Schmerzreduktion, sondern auch die Vermeidung erneuter Verletzungen.
Sehnenbeschwerden behandeln
Bei chronischen Sehnenreizungen können abhängig von der betroffenen Struktur beispielsweise Stoßwellentherapie, EMTT und gezielte funktionelle Behandlung eingesetzt werden.
Bei ausgewählten Sehnenverletzungen können zusätzlich regenerative Injektionsverfahren infrage kommen.
Regenerative Behandlung des Sprunggelenks
Bei Arthrose, Knorpelschäden oder ausgewählten Verletzungen können – abhängig vom individuellen Befund – moderne regenerative Verfahren eingesetzt werden.
Hierzu zählen beispielsweise:
- Hyaluronsäure
- PRP (plättchenreiches Plasma)
- PRP-Hyaluron-Kombinationen
- Arthrosamid® bei ausgewählten arthrotischen Veränderungen
- AMT – autologe Mikrotransplantation bei ausgewählten Knorpelschäden
- ATS-Fibrinmatrix bei ausgewählten Band- und Sehnenverletzungen
Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt wesentlich von der betroffenen Struktur und dem Ausmaß der Veränderung ab.
Nicht jede Therapie eignet sich für jeden Patienten. Entscheidend ist deshalb nicht eine einzelne Methode, sondern ein individuell auf Diagnose und Therapieziel abgestimmtes Behandlungskonzept.
Was tun nach einer Umknickverletzung?
Eine akute Verletzung des Sprunggelenks sollte insbesondere bei ausgeprägter Schwellung, Bluterguss, deutlichen Schmerzen oder eingeschränkter Belastbarkeit ärztlich untersucht werden.
Neben einer Bandverletzung können auch knöcherne Verletzungen oder Schäden an Knorpel und Sehnen vorliegen.
Nach Ausschluss behandlungsbedürftiger Begleitverletzungen ist bei vielen Bandverletzungen eine funktionelle konservative Behandlung möglich.
Dabei spielen eine ausreichende Stabilisierung in der frühen Heilungsphase und anschließend ein gezielter Aufbau von Beweglichkeit, Kraft, Koordination und Gelenkstabilität eine wichtige Rolle.
Chronische Instabilität – wenn das Sprunggelenk immer wieder umknickt
Nach Bandverletzungen kann ein anhaltendes Instabilitätsgefühl zurückbleiben.
Typisch sind wiederholtes Umknicken, Unsicherheit auf unebenem Untergrund oder Beschwerden bei sportlicher Belastung.
Neben einer möglichen mechanischen Bandinstabilität können auch Defizite der muskulären und neuromuskulären Kontrolle eine Rolle spielen.
Ein gezieltes Stabilitäts- und Koordinationstraining ist deshalb ein wichtiger Bestandteil der Behandlung. Bei ausgeprägter struktureller Instabilität kann jedoch auch eine operative Stabilisierung sinnvoll sein.
Muss eine Sprunggelenksarthrose immer operiert werden?
Nein. Auch bei Arthrose des Sprunggelenks bestehen abhängig vom Stadium unterschiedliche konservative Behandlungsmöglichkeiten.
Dazu gehören beispielsweise funktionelle Maßnahmen, eine Optimierung der Belastung, Einlagen oder Orthesen sowie ausgewählte regenerative Therapieverfahren.
Bei fortgeschrittener Arthrose mit erheblichen Schmerzen und deutlicher Funktionseinschränkung können dagegen operative Verfahren sinnvoll werden.
Unser Ziel ist nicht, eine Operation grundsätzlich zu vermeiden, sondern die vorhandenen konservativen Möglichkeiten sinnvoll auszuschöpfen und zum richtigen Zeitpunkt die richtige Therapie zu empfehlen.
Unser Ansatz bei Sprunggelenkschmerzen
Diagnose vor Therapie. Stabilität wiederherstellen. Gelenk erhalten, wenn medizinisch sinnvoll.
Wir verbinden moderne Bildgebung, funktionelle Diagnostik und regenerative Orthopädie zu einem individuellen Behandlungskonzept.
Dabei steht nicht eine bestimmte Methode im Mittelpunkt, sondern die Frage, welche Behandlung für Ihre Beschwerden und Ihren Befund sinnvoll ist.
Sie haben Sprunggelenkschmerzen?
Gerne untersuchen wir die Ursache Ihrer Beschwerden und besprechen mit Ihnen, welche konservativen oder regenerativen Behandlungsmöglichkeiten in Ihrem individuellen Fall sinnvoll sind.
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