Mehr als mechanische Entlastung: Hydrodissektion mit PRP
Neben geeigneten Flüssigkeitslösungen setzen wir bei ausgewählten Patienten auch PRP (plättchenreiches Plasma) ein.
PRP wird aus dem eigenen Blut des Patienten gewonnen und enthält eine konzentrierte Mischung aus Blutplättchen sowie verschiedenen biologisch aktiven Boten- und Wachstumsfaktoren.
Damit verfolgen wir zwei unterschiedliche, sich ergänzende Therapieansätze:
Mechanische Hydrodissektion
Durch das eingebrachte Flüssigkeitsvolumen können Verklebungen zwischen Nerv und umgebenden Faszien beziehungsweise Gewebestrukturen vorsichtig gelöst werden. Der Nerv erhält wieder mehr Raum und kann gegenüber seiner Umgebung besser gleiten.
Biologischer Behandlungsreiz durch PRP
PRP wird in der regenerativen Medizin eingesetzt, um körpereigene Reparatur- und Heilungsprozesse zu unterstützen. Bei ausgewählten Nervenreizungen nutzen wir diesen biologischen Ansatz zusätzlich zur mechanischen Entlastung.
Damit verbindet die Behandlung mechanische Präzision mit einem bioregenerativen Therapieansatz.
Vorteile der Hydrodissektion
Minimalinvasiv
Keine operative Freilegung des Nervs.
Ultraschallgesteuert
Nerv, Nadel und umgebende Strukturen sind während der Behandlung sichtbar.
Gezielte Behandlung
Die Therapie erfolgt unmittelbar am betroffenen Nervenabschnitt.
Mechanische Entlastung
Verklebungen und Engstellen können gezielt behandelt werden.
Ambulante Durchführung
In der Regel ist kein stationärer Aufenthalt erforderlich.
Option vor einer Operation
Bei geeigneten Befunden kann die Hydrodissektion Bestandteil eines konservativen Behandlungskonzeptes sein.
Hydrodissektion – Nerven entlasten und Regeneration unterstützen
Ultraschallgesteuerte Hydrodissektion bei Nervenreizungen und Engpasssyndromen
Kribbeln, Brennen, Taubheitsgefühle oder elektrisierende Schmerzen können entstehen, wenn ein Nerv auf seinem Verlauf eingeengt, gereizt oder durch umgebendes Gewebe in seiner Beweglichkeit eingeschränkt wird.
Die Hydrodissektion ist ein modernes, minimalinvasives Verfahren zur gezielten Behandlung solcher Nervenreizungen und Engpasssyndrome.
Unter hochauflösender Ultraschallkontrolle wird der betroffene Nerv exakt dargestellt. Durch die vorsichtige Injektion von Flüssigkeit können Verklebungen gelöst, Gewebeschichten voneinander getrennt und der Nerv von seiner Umgebung mobilisiert werden.
In unserem Behandlungskonzept verbinden wir diesen mechanischen Effekt der Hydrodissektion bei geeigneter Indikation mit biologischen und regenerativ ausgerichteten Therapieansätzen.
Unser Ziel: den Nerv entlasten, seine natürliche Beweglichkeit verbessern und gleichzeitig ein möglichst günstiges Umfeld für Erholung und Regeneration schaffen.
Unser bioregeneratives Behandlungskonzept bei Nervenreizungen
Eine Nervenreizung betrachten wir nicht ausschließlich als mechanisches Problem.
Neben Druck und Verklebungen können Veränderungen des umgebenden Gewebes sowie entzündliche und neurobiologische Prozesse zur Entstehung und Aufrechterhaltung der Beschwerden beitragen.
Deshalb kann die Hydrodissektion bei geeigneten Patienten Bestandteil eines umfassenderen Behandlungskonzeptes sein.
Je nach Befund kombinieren wir:
- ultraschallgesteuerte Hydrodissektion
- PRP (plättchenreiches Plasma)
- Axomera®-Therapie
- EMTT – extrakorporale Magnetotransduktionstherapie
- sehr niedrigenergetische fokussierte Stoßwellentherapie
Die Auswahl und Kombination der Verfahren erfolgt individuell nach Lokalisation, Ursache und Ausprägung der Nervenreizung.
Unser Ziel: entlasten, mobilisieren, Regeneration unterstützen
Die moderne Behandlung von Nervenreizungen geht für uns über eine reine Schmerztherapie hinaus.
Wenn ein Nerv mechanisch eingeengt oder in seiner natürlichen Beweglichkeit eingeschränkt ist, versuchen wir zunächst, die Ursache möglichst genau zu identifizieren.
Die ultraschallgesteuerte Hydrodissektion ermöglicht es, den betroffenen Nerv gezielt von anliegenden Gewebestrukturen zu separieren, Verklebungen zu lösen und den Nerv zu entlasten.“
Bei geeigneten Patienten ergänzen wir diesen mechanischen Ansatz durch PRP und weitere bioregenerative beziehungsweise physikalische Verfahren.
Mechanisch entlasten. Biologisch unterstützen. Regeneration fördern.
Unser Ziel ist es, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass sich gereizte Nervenstrukturen möglichst gut erholen können – und eine Operation, wenn medizinisch vertretbar, zu vermeiden.

Sehr niedrigenergetische Stoßwellentherapie am Nerv
Bei der Behandlung nervennaher Strukturen gelten andere Voraussetzungen als beispielsweise bei Sehnenansatzerkrankungen oder Verkalkungen.
Deshalb arbeiten wir hier – wenn die Stoßwellentherapie medizinisch sinnvoll ist – mit sehr niedrigen Energieflussdichten von etwa 0,01 bis 0,03 mJ/mm².
Dabei steht nicht eine mechanische Gewebezerstörung im Vordergrund. Ziel ist vielmehr ein sehr niedrig dosierter biologischer Stimulus im Bereich des betroffenen Nervs und seiner Umgebung.
Die Behandlung wird entsprechend der Lokalisation und Empfindlichkeit des Nervs individuell dosiert.
Kombination statt Einzeltherapie
Bei chronischen Nervenreizungen reicht es nach unserer Erfahrung nicht immer aus, ausschließlich eine einzelne Engstelle zu behandeln.
Unser Ansatz berücksichtigt deshalb unterschiedliche Komponenten:
Entlasten
Verklebungen lösen und dem Nerv wieder mehr Raum geben.
Mobilisieren
Die natürliche Gleitfähigkeit des Nervs gegenüber dem umgebenden Gewebe verbessern.
Biologisch unterstützen
Bei geeigneter Indikation regenerative Therapieansätze wie PRP einsetzen.
Stimulieren
Zusätzliche physikalische Verfahren wie niedrigenergetische Stoßwellentherapie, EMTT oder Axomera® können das Behandlungskonzept ergänzen.
So entsteht ein individuell abgestimmtes Behandlungskonzept, das mechanische Entlastung und bioregenerative Therapie miteinander verbindet.

Bei welchen Beschwerden kann eine Hydrodissektion sinnvoll sein?
Eine Hydrodissektion kann insbesondere bei ausgewählten peripheren Nervenreizungen und Engpasssyndromen infrage kommen.
Dazu gehören beispielsweise:
- Karpaltunnelsyndrom
- Reizung des Ulnarisnervs am Ellenbogen
- Radialistunnelsyndrom
- bestimmte Nervenengpasssyndrome an Unterarm und Hand
- ausgewählte Nervenreizungen im Bereich von Hüfte und Becken
- Reizungen oberflächlicher Hautnerven
- ausgewählte Nervenengpässe an Knie und Unterschenkel
- postoperative Narbenbildungen mit Beteiligung peripherer Nerven
Entscheidend ist nicht allein die Diagnose, sondern die Frage, wo der Nerv gereizt wird und ob sich eine mechanische Einengung oder eingeschränkte Gleitfähigkeit nachweisen lässt.
Präzision durch Ultraschall
Die Grundlage unserer Hydrodissektion ist die hochauflösende Ultraschalldiagnostik.
Wir können damit den betroffenen Nerv in seinem Verlauf darstellen, mögliche Engstellen identifizieren und seine Beziehung zu Faszien, Muskeln, Sehnen, Bändern und Gefäßen beurteilen.
Während der Hydrodissektion verfolgen wir die Nadel und die Ausbreitung der Flüssigkeit kontinuierlich im Ultraschall.
So können wir sehr präzise dort behandeln, wo die Nervenreizung entsteht.

Hydrodissektion statt Operation?
Nicht jede Nerveneinklemmung muss unmittelbar operiert werden.
Bei leichten bis mittelgradigen Engpasssyndromen oder mechanisch bedingten Nervenreizungen kann zunächst eine konservative Behandlung sinnvoll sein. Hier kann die Hydrodissektion – abhängig vom individuellen Befund – eine zusätzliche Therapieoption darstellen.
Bei ausgeprägten neurologischen Ausfällen, zunehmender Muskelschwäche oder fortgeschrittener struktureller Nervenschädigung darf eine notwendige operative Entlastung jedoch nicht verzögert werden.
Deshalb steht vor jeder Behandlung die sorgfältige medizinische Diagnostik.




