SpineMED Table Therapie bei Rücken- und Ischiasschmerz

Rücken- und Ischiasschmerzen – Ursachen erkennen und gezielt behandeln

Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden des Bewegungsapparates. Die Ursachen können sehr unterschiedlich sein und reichen von muskulären und faszialen Funktionsstörungen bis zu Veränderungen an Bandscheiben, Wirbelgelenken oder Nerven.

Schmerzen können dabei auf den Rücken begrenzt bleiben oder über Gesäß und Bein bis in den Fuß ausstrahlen.

Entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung ist deshalb zunächst eine möglichst genaue Diagnose.

In unserem MVZ für Orthopädie Flugfeld verbinden wir eine differenzierte orthopädische Diagnostik mit modernen konservativen, funktionellen und interventionellen Therapieverfahren. Unser Ziel ist es, Schmerzen zu lindern, Beweglichkeit und Belastbarkeit wiederherzustellen und – wenn medizinisch sinnvoll – eine Operation zu vermeiden.

Rückenschmerz oder Ischias – was ist der Unterschied?

Rückenschmerzen können beispielsweise durch Muskulatur und Faszien, Wirbelgelenke, Bandscheiben oder das Iliosakralgelenk verursacht werden.

Von Ischiasschmerzen spricht man häufig, wenn Beschwerden vom unteren Rücken oder Gesäß in das Bein ausstrahlen. Ursache kann unter anderem eine Reizung oder Einengung einer Nervenwurzel sein.

Nicht jeder ausstrahlende Schmerz ist jedoch automatisch ein Bandscheibenvorfall. Auch muskuläre, fasziale oder gelenkbedingte Beschwerden können ähnliche Symptome verursachen.

Taubheitsgefühle, Kribbeln oder Kraftverlust können dagegen Hinweise auf eine Beteiligung von Nerven sein und sollten gezielt untersucht werden.

Häufige Ursachen von Rücken- und Ischiasschmerzen

Zu den möglichen Ursachen gehören unter anderem:

  • muskuläre Verspannungen und Dysbalancen
  • myofasziale Beschwerden und Triggerpunkte
  • Funktionsstörungen der Wirbelgelenke
  • Beschwerden des Iliosakralgelenks
  • Bandscheibenvorwölbungen und Bandscheibenvorfälle
  • degenerative Bandscheibenveränderungen
  • Einengungen des Wirbelkanals (Spinalkanalstenose)
  • Einengungen der Nervenaustrittsöffnungen
  • Arthrose der kleinen Wirbelgelenke (Facettengelenke)
  • Instabilitäten und Wirbelgleiten
  • Fehlhaltungen und funktionelle Fehlbelastungen
  • Osteoporose und Wirbelkörperfrakturen
  • entzündliche Erkrankungen der Wirbelsäule
  • selten auch andere Erkrankungen außerhalb des Bewegungsapparates

Gerade bei länger bestehenden Rückenschmerzen können mehrere Faktoren gleichzeitig beteiligt sein.

Diagnostik – zuerst die Ursache klären

Am Anfang steht die persönliche orthopädische Untersuchung. Dabei beurteilen wir Beweglichkeit, Wirbelsäule, Muskulatur und Iliosakralgelenke sowie bei entsprechenden Beschwerden auch Kraft, Sensibilität und Reflexe.

Je nach Befund ergänzen wir die Untersuchung durch:

  • digitales Röntgen
  • MRT
  • bei speziellen Fragestellungen CT
  • Ultraschalldiagnostik
  • funktionelle Diagnostik und Statikvermessung

Nicht jeder Rückenschmerz benötigt sofort eine aufwendige Bildgebung. Entscheidend ist, welche Diagnostik aufgrund der Beschwerden und des klinischen Befundes tatsächlich sinnvoll ist.

Wie behandeln wir Rücken- und Ischiasschmerzen?

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Beschwerden, dem klinischen Befund und dem individuellen Therapieziel.

Je nach Diagnose können unterschiedliche Verfahren sinnvoll sein und miteinander kombiniert werden.

Beweglichkeit und Funktion wiederherstellen

Bei muskulären, faszialen oder funktionellen Beschwerden können beispielsweise Physiotherapie, gezieltes Muskel- und Stabilitätstraining, Osteopathie, Manualtherapie und myofasziale Therapie sinnvoll sein.

Ziel ist es, Beweglichkeit wiederherzustellen, muskuläre Dysbalancen zu reduzieren und die Wirbelsäule langfristig zu stabilisieren.

Physikalische und ergänzende Therapieverfahren

Je nach Ursache können weitere Verfahren wie Akupunktur, EMTT oder andere physikalische Behandlungsmöglichkeiten eingesetzt werden.

Entscheidend ist auch hier die individuelle Diagnose und nicht die Anwendung einer bestimmten Methode.

SpineMED – nichtoperative Wirbelsäulendekompression

Bei ausgewählten Beschwerden der Bandscheiben und Wirbelsäule kann die computergesteuerte SpineMED-Behandlung eine zusätzliche konservative Therapieoption darstellen.

Dabei wird die Wirbelsäule kontrolliert entlastet. Ziel ist es, schmerzhafte Strukturen und Bandscheiben zu entlasten und dadurch die konservative Behandlung zu unterstützen.

Ob eine SpineMED-Behandlung sinnvoll ist, entscheiden wir anhand der Beschwerden und des individuellen Befundes.

Gezielte Injektionstherapie

Bei bestimmten Schmerzursachen können gezielte Injektionen sinnvoll sein – beispielsweise bei einer Nervenwurzelreizung oder Beschwerden aus dem Bereich der kleinen Wirbelgelenke.

Die Behandlung kann abhängig von der Zielstruktur bildgesteuert erfolgen.

In unserem MVZ stehen hierfür bei ausgewählten Indikationen auch MRT-gestützte Injektionen zur Verfügung. Dadurch können tiefer gelegene anatomische Strukturen präzise dargestellt und gezielt behandelt werden.

Bandscheibenvorfall – muss immer operiert werden?

Nein. Viele Bandscheibenvorfälle können zunächst konservativ behandelt werden.

Auch bei ausstrahlenden Schmerzen kann abhängig vom neurologischen Befund und der individuellen Situation ein nichtoperatives Vorgehen sinnvoll sein.

Wichtig ist jedoch eine differenzierte Beurteilung.

Bei zunehmenden oder ausgeprägten Lähmungserscheinungen sowie Störungen der Blasen- oder Darmfunktion ist eine umgehende ärztliche beziehungsweise operative Abklärung erforderlich.

Auch bei anhaltenden starken Schmerzen trotz konsequenter konservativer Therapie kann eine operative Behandlung sinnvoll werden.

Unser Ziel ist deshalb nicht, eine Operation grundsätzlich zu vermeiden, sondern die konservativen Möglichkeiten dort auszuschöpfen, wo dies medizinisch verantwortbar und sinnvoll ist.

Was können Sie selbst für Ihren Rücken tun?

Bei vielen Rückenbeschwerden ist langfristige Aktivität ein wichtiger Bestandteil der Behandlung.

Je nach Ursache können insbesondere sinnvoll sein:

  • regelmäßige Bewegung
  • gezielter Muskelaufbau
  • Stabilisierung der Rumpfmuskulatur
  • Verbesserung von Beweglichkeit und Koordination
  • Vermeidung längerer körperlicher Inaktivität
  • Anpassung ungünstiger Belastungen im Alltag oder Beruf

Welche Übungen geeignet sind, hängt vom individuellen Befund ab.

Unser Ansatz bei Rücken- und Ischiasschmerzen

Diagnose vor Therapie. Bewegung fördern. Funktion wiederherstellen. Gezielt behandeln, wenn erforderlich.

Wir verbinden moderne Diagnostik, funktionelle Therapie und gezielte interventionelle Verfahren zu einem individuellen Behandlungskonzept.

Dabei steht nicht eine bestimmte Methode im Mittelpunkt, sondern die Frage, welche Behandlung für Ihre Beschwerden und Ihren Befund sinnvoll ist.

Sie haben Rücken- oder Ischiasschmerzen?

Gerne untersuchen wir die Ursache Ihrer Beschwerden und besprechen mit Ihnen, welche konservativen und interventionellen Behandlungsmöglichkeiten in Ihrem individuellen Fall sinnvoll sind.

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