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Wie läuft die Behandlung ab?
Zunächst erfolgen Anamnese, körperliche Untersuchung und eine gezielte Ultraschalldiagnostik. Unter sterilen Bedingungen wird die Nadel anschließend im Ultraschall bis zur vorgesehenen Gewebeschicht geführt. Die Ausbreitung der Flüssigkeit und die Trennung der Schichten können dabei unmittelbar beobachtet werden.
Der Eingriff ist in der Regel ambulant. Die Anzahl der Behandlungen richtet sich nach Befund, Verträglichkeit und Verlauf. Anschließend ist meist eine Kombination mit gezielten Übungen, Physiotherapie oder medizinischer Trainingstherapie sinnvoll.
Was ist nach der Behandlung zu beachten?
Vorübergehend können ein Druckgefühl, leichter Wundschmerz, eine kleine Schwellung oder ein Bluterguss auftreten. Stärkere Belastungen sollten nach ärztlicher Empfehlung kurzzeitig reduziert werden. Leichte Bewegung ist häufig erwünscht.
Bei zunehmender Rötung, Überwärmung, Fieber, ungewöhnlich starken Schmerzen, Taubheitsgefühl oder Kraftverlust sollte die Praxis zeitnah kontaktiert werden.
Welche Risiken bestehen?
Wie bei jeder Injektion sind unter anderem Schmerzen, Bluterguss, Blutung, Infektion, Kreislaufreaktionen sowie eine vorübergehende Beschwerdezunahme möglich. Sehr selten können Nerven, Gefäße oder andere benachbarte Strukturen verletzt werden. Die Ultraschallsteuerung dient dazu, die Zielstruktur und den Verlauf der Nadel präzise darzustellen.
Vor der Behandlung müssen insbesondere Blutverdünner, Gerinnungsstörungen, Infektionen, Allergien und relevante Vorerkrankungen besprochen werden. Bei PRP ist zusätzlich eine Blutentnahme erforderlich. Für die individuelle Behandlung gelten die ärztliche Aufklärung und Einwilligung.

Welche Substanzen kommen infrage?
Je nach Befund und Behandlungsziel können unterschiedliche Lösungen eingesetzt werden:
Kochsalzlösung
Physiologische Kochsalzlösung dient vor allem der mechanischen Trennung der Gewebeschichten. Sie enthält weder Kortison noch ein örtliches Betäubungsmittel.
PRP – körpereigenes Blutplättchenkonzentrat
PRP wird aus einer kleinen Menge des eigenen Blutes gewonnen. Es enthält konzentrierte Blutplättchen und verschiedene körpereigene Botenstoffe. PRP kann erwogen werden, wenn neben der mechanischen Lösung der Faszienschichten auch biologische Heilungs- und Regulationsprozesse unterstützt werden sollen.
Hyaluronsäure
Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil des Bindegewebes und spielt bei der Gleitfähigkeit von Faszienschichten eine wichtige Rolle. Ihr Einsatz an der thorakolumbalen Faszie ist wissenschaftlich interessant, befindet sich für diese Anwendung jedoch noch in einem frühen klinischen Forschungsstadium.
Ob Kochsalz, PRP, Hyaluronsäure oder eine Kombination medizinisch sinnvoll ist, wird individuell entschieden. Nicht jede Substanz ist für jeden Patienten geeignet.

Für wen kann die Behandlung infrage kommen?
Eine Hydrodissektion kann nach sorgfältiger Diagnostik erwogen werden bei:
- chronischen oder wiederkehrenden Rückenschmerzen,
- druckschmerzhaften Muskel- und Faszienstrukturen,
- myofaszialen Schmerzen und Triggerpunkten,
- eingeschränkter Verschieblichkeit von Gewebeschichten,
- Beschwerden, die durch Bewegung oder Belastung ausgelöst werden,
- unzureichendem Erfolg bisheriger konservativer Behandlungen.
Vor jeder Behandlung prüfen wir, ob tatsächlich eine myofasziale oder fasziale Schmerzkomponente wahrscheinlich ist. Andere Ursachen – etwa ein Bandscheibenvorfall, eine Nervenkompression, Entzündung, Fraktur oder Erkrankung innerer Organe – müssen berücksichtigt beziehungsweise ausgeschlossen werden.

Ergänzende Stoßwellen- und manuelle Therapie


Präzision durch Hightech-Ultraschalldiagnostik
Mit hochauflösenden 18-, 22- und 24,5-MHz-Ultraschallsonden, Farbdoppler und Elastographie können wir Muskelknoten, Faszienverdickungen, erhöhte Gewebesteifigkeit sowie eine verminderte Verschieblichkeit der Faszienschichten differenziert beurteilen. Die schnelle, strahlungsfreie und schonende Untersuchung eignet sich für die Erstdiagnostik und die Verlaufskontrolle. Während der Behandlung können wir außerdem die Nadelposition und die Ausbreitung der Injektionslösung in Echtzeit präzise darstellen und überwachen.